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Das AbiBac – zwei europäische Abschlüsse in einem

Gleichzeitig das deutsche Abitur und das französische Baccalauréat machen und dabei eine Menge an zusätzlichen Kenntnissen erwerben?

Das geht, bringt viele Vorteile mit sich und ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt!

Das sogenannte AbiBac ist ein binationaler Schulabschluss, mit dem man direkten Zugang zu allen deutschen und französischen Hochschulen erlangen kann, ohne sich jeweils im Nachbarland einer Äquivalenzprüfung unterziehen zu müssen. Das Angebot wurde auf den 63. deutsch-französischen Konsultationen in Jahr 1994 ins Leben gerufen und wird aktuell von 79 Schulen in Frankreich und 83 Schulen in Deutschland angeboten.

AbiBac-Absolventen haben mit ihrem Abschluss einen idealen Einstieg in die europäische Studien- und Arbeitswelt und bekommen zudem schon früh einen Einblick in die akademische Kultur beider Länder. 

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich spätestens bis zur 10. Klasse an einem der Gymnasien bzw. Lycées mit AbiBac-Angebot bewerben. Sie durchlaufen dann das reguläre Oberstufenprogramm, mit der Ausnahme, dass ein Leistungskurs in der Partnersprache obligatorisch ist und auch die Fächer Geschichte und Geographie auf dieser unterrichtet werden.  In der 12. Klasse können die französischen Schülerinnen und Schüler schließlich wie alle anderen auch zwischen dem Bac L, dem Bac ES und dem Bac S wählen.

Wie läuft die Prüfung ab?

Die AbiBac-Kandidaten legen ihre landesübliche Abitur- bzw. Baccalauréat-Prüfung regulär ab und machen dann zusätzlich noch eine Sprachprüfung und eine gemeinsame Prüfung in den Fächern Geschichte und Geographie in der Partnersprache.  Die Erfolgsquote der AbiBac-Kandidaten liegt bei 97%.

Was sagen AbiBac-Alumni?

Für mich ist das AbiBac eine Chance, eine Gelegenheit, eine Herausforderung an die Gymnasiasten. Es ist ein einzigartiger Bildungsweg, der einem zusätzlich zum regulären Stundenplan Zugang zu Lehre der höchsten Qualität in der deutschen Sprache erlaubt. Woran ich mich erinnere, sind die Reisen, die Austäusche, die europäische Mobilität, die Begegnungen und die Freundschaften, die man hier schließen kann. Mehr als vier Jahre später bleibt die Erfahrung des AbiBac-Zweiges ein Fundament meiner schulischen und persönlichen Entwicklung.

Nicolas Maramotti-Clot, AbiBac 2012 am Lycée Georges Clemenceau Montpellier

 

Einige fingen mit dem AbiBac an, um später in Luxemburg zu arbeiten. Mich hat es vor allem gereizt einmal eine Fremdsprache wirklich intensiv zu lernen. Ich wollte wissen, welche Geschichten, Anekdoten, Musik und Literatur Einwohner eines anderen Landes prägen. Anfangs hatte ich Sorge, dass mein französisch für das Programm nicht gut genug wäre. Heute bin ich sehr froh, dass ich damals über meinen Schatten gesprungen bin. Das Bac hat meinen Horizont erweitert.

Jewgenia Korman, AbiBac 2013 am Humboldt Gymnasium Trier

Von der intensiven Beschäftigung mit der Sprache im Rahmen der Abi-Bac-Kurse profitiere ich noch immer. Durch jahrelanges kontinuierliches Lernen sind mir viele Vokabeln und Anwendungen im Gedächtnis geblieben. Außerdem schlägt sich der Bac-Kurs in der  Aussprache nieder, weil es viele mündliche Übungen gibt. Einzig einige Alltags- und Spezialvokabeln muss man sich mehr oder weniger von Grund auf beibringen, alles andere kommt mit dem Sprachgebrauch schnell wieder. Zu guter Letzt bietet der große Umfang an Stunden in Französisch, Histoire und Géographie viele Möglichkeiten, neue Inhalte einzubringen und sich mit interessanten Themen zu befassen.

Peter Schmitz, AbiBac 2013 am Humboldt Gymnasium Trier

Für mich war das AbiBac vor allem eine intellektuelle Herausforderung, da ich erst in der 12 Klasse dazukam und Vieles aufzuholen hatte. Trotz der Anfangsschwierigkeiten ist es mir gelungen, ein gutes Niveau zu erreichen und mit viel Erfolg meinen Abschluss zu machen. Was mir vom Programm vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist die einmalige Chance, seine Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur zu vertiefen. (9 Stunden Unterricht auf Deutsch pro Woche!)

Amélie Reichmuth, AbiBac 2012 am Lycée Francais Hamburg

 

 

Redaktion auf Deutsch: Lucia / Übersetzung ins Französische: Guillaume